Bildquelle: Redaktion
Bietigheim betreibt Wiedergutmachung
2. Bundesliga Männer

Die SG BBM Bietigheim dreht gegen den Tabellenvierten TuS N-Lübbecke einen Pausenrückstand und gewinnt ihr vorletztes Heimspiel nach einer furiosen zweiten Hälfte mit 32:24 (14:16). Die Ostwestfalen dürfen sich aus dem Rennen um den Aufstiegsplatz wohl verabschieden.

In der EgeTrans Arena war es förmlich in der Luft zu spüren und in jedem Satz zu hören, dass die Jungs von Iker Romero die jüngste Klatsche anlässlich Balingens Meisterfeier nicht so stehen lassen wollten. Und das ist mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte in beeindruckender Weise gelungen. ,,Für uns selbst war es wichtig, nach der hohen Niederlage in Balingen zu zeigen, dass wir eine gute Abwehr spielen können", betonte beispielsweise Alexander Pfeifer, der Linksaußen setzte mit fünf Toren bei sechs Versuchen allerdings offensiv seine Akzente. ,,Ich bin sehr zufrieden mit der Reaktion, die wir gezeigt haben", sagt auch SG BBM-Chefcoach Iker Romero. ,,Der Wille war in der ganzen Trainingswoche zu spüren."

Noch stehen die Ergebnisse der Top-Teams an diesem drittletzten Spieltag aus. Aber der TuS darf mit der Niederlage in Bietigheim und mit nur drei Punkten aus den letzten sieben für den Aufstieg relevanten Spielen das Projekt sofortiger Wiederaufstieg wohl endgültig begraben und muss sich auf eine weitere Saison im Unterhaus einstellen. ,,Das war unsere letzte Chance, vielleicht nochmal Druck nach vorne auszuüben", sagte Michael Haaß. ,,Mit minus acht hier rauszugehen ist nach einem couragierten Auftritt in der ersten Halbzeit sehr frustrierend für die Jungs."

Der Wille war da bei den Ostwestfalen, wie die 14:16-Pausenführung zeigt. Allein die Kraft reichte nicht. ,,Wir haben fast nur angeschlagene Spieler", klagte Haaß. ,,Nach einem Riesenkampf in der ersten Hälfte haben uns die Kräfte verlassen." Tatsache ist aber auch, dass die SG BBM in der zweiten Hälfte in allen Mannschaftsteilen eine gehörige Schippe drauflegen konnte. ,,Wir haben in der ersten Halbzeit in unserer Abwehrformation noch nicht den Schlüssel gefunden", kommentierte Romero die 16 Gegentore im ersten Abschnitt. Sinnbildlich war der letzte Treffer des TuS zum 14:16-Pausenstand, mit einem direkten Freiwurf ins kurze Eck düpierte der Isländer Örn Vésteinsson Östenberg die Mauer der SG BBM.

Das Bild sollte sich in kürzester Zeit radikal ändern. Nach nur fünf Minuten war mit dem Tor von Alexander Pfeifer zum 19:18 die Führung wieder zurück bei der SG BBM. Michael Haaß nahm sofort eine Auszeit, ihm schwante wohl, was da anrollen sollte. Bietigheim gewann mit einer sehr engagierten Abwehr die Oberhand über den Positionsangriff der Gäste, die nur noch mit viel Mühe zu ihren Wurfchancen kamen. War vor der Pause noch TuS-Keeper Nikolas Katsigiannis mit acht Paraden im Rampenlicht, so war es jetzt Fredrik Genz, der mit jeder seiner elf Paraden im zweiten Abschnitt Bietigheims Defensive mehr Stabilität verlieh. Und jetzt rollte dank Ballgewinnen auch das Tempospiel der Schwaben an. Aus einem 15:18-Rückstand wurde eine 27:22-Führung, mit der sich die SG BBM den jüngsten Frust von der Seele ballerte und die Fans begeisterte. Der TuS brachte nach einer neuerlichen Auszeit den siebten Feldspieler, versuchte es mit einer offensiven Abwehrformation. Aber die Antwort kam postwendend. Nikola Vlahovic traf zum 28:22 ins verwaiste Tor der Gäste, Alexander Velz stieß in die Lücken in der offensiven TuS-Abwehr zum 29:22. Erst nach dem 31:22 durch Jonathan Fischer fünf Minuten vor dem Ende war Bietigheims Torhunger gestillt.

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (3), Claus (5), Öhler (2), Schäfer (7/5), de la Peña (3), Wiederstein (1), Velz (5), Hejny, Bader, Clarius, Pfeifer (5), Fischer (1).
TuS N-Lübbecke: Asheim, Katsigiannis, Rezar; Genz (4), Holzhacker, ten Velde, Petreikis (3), Strosack (4), Dräger (3), Kontrec, Mrakovcic (1), Vésteinsson Östenberg (2), Petrovsky (1), Skroblien (6/4).
Spielverlauf: 31:31 (60.).
Zeitstrafen: Vlahovic (7.), Clarius (18.) - Dräger (8.), Mrakovcic (26.)
Siebenmeter: 5/5 - 4/6
Schiedsrichter: André Kolb / Markus Kauth (Elite-Anschlusskader)
Zuschauer: 1980 (EgeTrans Arena Bietigheim)

2. Bundesliga Männer 
Bietigheim betreibt Wiedergutmachung
Bildquelle Redaktion

Die SG BBM Bietigheim dreht gegen den Tabellenvierten TuS N-Lübbecke einen Pausenrückstand und gewinnt ihr vorletztes Heimspiel nach einer furiosen zweiten Hälfte mit 32:24 (14:16). Die Ostwestfalen dürfen sich aus dem Rennen um den Aufstiegsplatz wohl verabschieden.

In der EgeTrans Arena war es förmlich in der Luft zu spüren und in jedem Satz zu hören, dass die Jungs von Iker Romero die jüngste Klatsche anlässlich Balingens Meisterfeier nicht so stehen lassen wollten. Und das ist mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte in beeindruckender Weise gelungen. ,,Für uns selbst war es wichtig, nach der hohen Niederlage in Balingen zu zeigen, dass wir eine gute Abwehr spielen können", betonte beispielsweise Alexander Pfeifer, der Linksaußen setzte mit fünf Toren bei sechs Versuchen allerdings offensiv seine Akzente. ,,Ich bin sehr zufrieden mit der Reaktion, die wir gezeigt haben", sagt auch SG BBM-Chefcoach Iker Romero. ,,Der Wille war in der ganzen Trainingswoche zu spüren."

Noch stehen die Ergebnisse der Top-Teams an diesem drittletzten Spieltag aus. Aber der TuS darf mit der Niederlage in Bietigheim und mit nur drei Punkten aus den letzten sieben für den Aufstieg relevanten Spielen das Projekt sofortiger Wiederaufstieg wohl endgültig begraben und muss sich auf eine weitere Saison im Unterhaus einstellen. ,,Das war unsere letzte Chance, vielleicht nochmal Druck nach vorne auszuüben", sagte Michael Haaß. ,,Mit minus acht hier rauszugehen ist nach einem couragierten Auftritt in der ersten Halbzeit sehr frustrierend für die Jungs."

Der Wille war da bei den Ostwestfalen, wie die 14:16-Pausenführung zeigt. Allein die Kraft reichte nicht. ,,Wir haben fast nur angeschlagene Spieler", klagte Haaß. ,,Nach einem Riesenkampf in der ersten Hälfte haben uns die Kräfte verlassen." Tatsache ist aber auch, dass die SG BBM in der zweiten Hälfte in allen Mannschaftsteilen eine gehörige Schippe drauflegen konnte. ,,Wir haben in der ersten Halbzeit in unserer Abwehrformation noch nicht den Schlüssel gefunden", kommentierte Romero die 16 Gegentore im ersten Abschnitt. Sinnbildlich war der letzte Treffer des TuS zum 14:16-Pausenstand, mit einem direkten Freiwurf ins kurze Eck düpierte der Isländer Örn Vésteinsson Östenberg die Mauer der SG BBM.

Das Bild sollte sich in kürzester Zeit radikal ändern. Nach nur fünf Minuten war mit dem Tor von Alexander Pfeifer zum 19:18 die Führung wieder zurück bei der SG BBM. Michael Haaß nahm sofort eine Auszeit, ihm schwante wohl, was da anrollen sollte. Bietigheim gewann mit einer sehr engagierten Abwehr die Oberhand über den Positionsangriff der Gäste, die nur noch mit viel Mühe zu ihren Wurfchancen kamen. War vor der Pause noch TuS-Keeper Nikolas Katsigiannis mit acht Paraden im Rampenlicht, so war es jetzt Fredrik Genz, der mit jeder seiner elf Paraden im zweiten Abschnitt Bietigheims Defensive mehr Stabilität verlieh. Und jetzt rollte dank Ballgewinnen auch das Tempospiel der Schwaben an. Aus einem 15:18-Rückstand wurde eine 27:22-Führung, mit der sich die SG BBM den jüngsten Frust von der Seele ballerte und die Fans begeisterte. Der TuS brachte nach einer neuerlichen Auszeit den siebten Feldspieler, versuchte es mit einer offensiven Abwehrformation. Aber die Antwort kam postwendend. Nikola Vlahovic traf zum 28:22 ins verwaiste Tor der Gäste, Alexander Velz stieß in die Lücken in der offensiven TuS-Abwehr zum 29:22. Erst nach dem 31:22 durch Jonathan Fischer fünf Minuten vor dem Ende war Bietigheims Torhunger gestillt.

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (3), Claus (5), Öhler (2), Schäfer (7/5), de la Peña (3), Wiederstein (1), Velz (5), Hejny, Bader, Clarius, Pfeifer (5), Fischer (1).
TuS N-Lübbecke: Asheim, Katsigiannis, Rezar; Genz (4), Holzhacker, ten Velde, Petreikis (3), Strosack (4), Dräger (3), Kontrec, Mrakovcic (1), Vésteinsson Östenberg (2), Petrovsky (1), Skroblien (6/4).
Spielverlauf: 31:31 (60.).
Zeitstrafen: Vlahovic (7.), Clarius (18.) - Dräger (8.), Mrakovcic (26.)
Siebenmeter: 5/5 - 4/6
Schiedsrichter: André Kolb / Markus Kauth (Elite-Anschlusskader)
Zuschauer: 1980 (EgeTrans Arena Bietigheim)